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Blog - Betriebliche
Gesundheitsförderung
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07. Mai 2026

BGM und BGF im Arbeitsschutz, was ist das?

BGM und BGF – für was steht das eigentlich?

Bei beiden Bezeichnungen, also BGM und BGF, handelt es sich um eine Abkürzung. Dabei steht BGM für „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ und die Abkürzung BGF steht für „Betriebliche Gesundheitsförderung“.

Wieso wir dem Thema einen Blogbeitrag widmen?

Wir haben bemerkt, dass der Unterschied von betrieblichem Gesundheitsmanagement und betrieblicher Gesundheitsförderung oft nicht ganz klar ist. Deswegen haben wir diesen Blogartikel ins Leben gerufen, der genau gliedert, wo der Unterschied der beiden liegt und welcher Bereich jeweils abgedeckt wird.
Dass manche Personen oder Unternehmen trotzdem ihre eigenen Begriffe etablieren oder BGM und BGF nicht ganz klar abgrenzen, lassen wir dabei außen vor. Das würde den Umfang dieses Artikels überschreiten und nur zu noch mehr Verwirrung führen.

Was ist der Unterschied von BGM und BGF?

Wir nähern uns dem Thema zunächst über die Begrifflichkeiten selbst.
Beide Begriffe enthalten das Wort „betrieblich“ und den gemeinsamen Wortstamm „Gesundheit“.
Damit ist eindeutig, dass sich beide Konzepte auf den Arbeitskontext beziehen, mit einem Schwerpunkt auf der Gesundheit in Unternehmen.
Doch was unterscheidet beide?
Trotz ihrer Gemeinsamkeiten unterscheiden sich beide Ansätze in ihrer Ausrichtung.
Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) ist bereits dem Wortlaut nach als Managementsystem zu verstehen. Es beschreibt einen strukturierten und systematischen Ansatz zur Planung, Steuerung und Organisation der gesundheitsbezogenen Maßnahmen in Unternehmen. Zusammengefasst dreht es sich hier um eine Organisation von Themen rund um die Gesundheit im Unternehmen.
Die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) hingegen stellt einzelne Maßnahmen zur (individuellen) Förderung der Gesundheit von Mitarbeitenden in den Vordergrund. Der Begriff „Förderung“ verdeutlicht, dass vorhandene gesundheitliche Ressourcen der Mitarbeiter *innen gezielt gestärkt und unterstützt werden sollen.
 
 

BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement

Hier geht es um das Management und die gesamte Organisation rund um die Gesundheit innerhalb eines Unternehmens.

Die 3 Säulen des BGM
Das BGM ist in drei Säulen aufgeteilt, die jeweils einen anderen Schwerpunkt haben.

1. Arbeits- und Gesundheitsschutz
Hierzu zählen Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit.

2. Betriebliche Gesundheitsförderung
Dazu finden Sie mehr im nächsten Abschnitt.

3. Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
Bei vermehrten Fehlzeiten muss Mitarbeitenden ein Wiedereingliederungsmanagement angeboten werden, welches für einen reibungslosen Wiedereinstieg in den Arbeitsalltag sorgt.
Darunter fallen insgesamt alle Maßnahmen, die zur Stärkung der Gesundheit und Sicherheit im Unternehmen beitragen und Krankheits- sowie Unfallrisiken verringern.
 
 

BGF – Betriebliche Gesundheitsförderung

Wie oben in den „3 Säulen des BGM“ zu sehen ist, ist die betriebliche Gesundheitsförderung als ein Teilbereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu betrachten.
Bei BGF stehen das Individuum und der Gesundheitszustand von einzelnen Mitarbeitenden im Vordergrund.
Betriebliche Gesundheitsförderung setzt nicht nur bei körperlicher Gesundheit an, sondern unterstützt vor allem auch bei psychischen Belastungen.
Hauptaugenmerk liegt darin, aufzuklären und die Gesundheitskompetenz der Mitarbeitenden zu stärken. Es werden aber auch Maßnahmen ergriffen, die sich auf die Gestaltung der Tätigkeit, Arbeitsbedingungen oder betriebliche Umstände beziehen.
 

Zusammenspiel von BGM und BGF

BGM funktioniert nur vollständig, wenn alle drei Teilbereiche ineinandergreifen und es ganzheitlich gedacht wird. Ohne betriebliche Gesundheitsförderung als Teilbereich des BGM würde also ein entscheidender Faktor für die Gesundheit und Sicherheit in der Arbeitswelt wegfallen.
Beide Bereiche funktionieren also nur zusammen.
 
 

Muss mein Unternehmen BGM und BGF haben?

BGM ist niemals optional, es ist gesetzlich vorgeschrieben.
Arbeitgeber *innen sind dazu verpflichtet, für die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeitenden zu sorgen. Dies ist gleich durch mehrere Gesetze festgelegt (ein paar Beispiele: DGUV V2, Arbeitssicherheitsgesetz, Arbeitsschutzgesetz, Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge).
 
 

BGM und BGF implementieren

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, einen funktionierenden Gesundheits- und Arbeitsschutz im Unternehmen zu implementieren. Sei es über mehrere einzelne Dienstleister, freiberufliche Fachkräfte aus den entsprechenden Bereichen oder über einen einzelnen Dienstleister.
Es gibt mittlerweile mehrere Dienstleister, die ein ganzheitliches BGM anbieten. Das bedeutet, sie decken mit ihren Dienstleistungen alle drei Säulen ab und bieten Arbeitsmedizin inklusive der Betreuung durch Betriebsärzt *innen, Arbeitssicherheit mit der Betreuung durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebliche Gesundheitsförderung und Betriebliches Eingliederungsmanagement an. Wenn man noch genauer guckt, fallen darunter auch noch Bereiche wie z. B. Mutterschutz, Fehlzeitenmanagement, Arbeitsplatzbegehungen, Unfallmanagement, Vorsorgen und Eignungen, Unterweisungen und BAWs.
Es ist aber eben nicht zwingend notwendig, alle Dienstleistungen von einem Unternehmen zu beziehen. So gibt es beispielsweise auch freiberufliche Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die dann nur den Teil der Arbeitssicherheit abdecken. Für den Rest müssen dann noch andere passende Angebote gefunden und implementiert werden.
Gerade im BGF-Bereich gibt es viele Dienstleister *innen, die nur diesen einen Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung abdecken und sich individuell auf die Mitarbeitenden beziehen. Manchmal decken sie auch nur bestimmte Themenbereiche ab, in denen sie sich spezialisiert haben (z. B. Suchtberatung).
Hier muss jedes Unternehmen individuell für sich abwägen, welche Lösung die beste ist. Das hängt immer mit von den Gefährdungen im Unternehmen, den Tätigkeitsbereichen, der Größe, der Mitarbeitendenanzahl und den Standorten ab.
Wenn Sie Fragen haben, welche Lösung für Ihr Unternehmen die beste ist, beraten wir Sie gerne!
 
 

Das Werksarztzentrum Deutschland als BGM-Anbieter

Da wir uns gerade im Blog auf unserer eigenen Website befinden, ordnen wir unser eigenes Unternehmen auch einmal ein:
Als Werksarztzentrum Deutschland agieren wir als ein Komplettanbieter für betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Das heißt, unsere Leistungen decken alle drei Säulen des BGM. Wir bieten Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit, BGF und Leistungen wie BEM aus einer Hand an. Gemeinsam mit den Unternehmen finden wir die Leistungen, die das jeweilige Unternehmen wirklich benötigt, und stimmen diese auf den genauen Bedarf ab.
 
 

Fazit zu BGM und BGF

BGM, das betriebliche Gesundheitsmanagement, bezeichnet den gesamten Gesundheits- und Arbeitsschutz im Unternehmen. Es ist gesetzlich vorgeschrieben und setzt sich aus drei Säulen zusammen. Eine dieser Säulen ist BGF, die betriebliche Gesundheitsförderung. BGF konzentriert sich auf die Mitarbeitenden als Individuen und will vor allem ihr Gesundheitsbewusstsein stärken und aufklären. Hier geht es vor allem auch um die psychische Gesundheit, die gerade in unserer heutigen, sich schnell wandelnden Arbeitswelt immer mehr an Bedeutung gewinnt.
BGM und BGF gehören also untrennbar zusammen und sind nicht nur wichtig für die Gesundheit und Sicherheit im Arbeitskontext, sondern auch im Gesetz festgeschrieben.
Wichtig
Es gibt mehrere Unternehmen, vor allem Einzelpersonen, die freiberuflich oder selbstständig arbeiten und die ihr Angebot als betriebliches Gesundheitsmanagement/BGM betiteln. Meist fällt beim genaueren Betrachten der Leistungen aber auf, dass sie nur die Säule des BGF abbilden.
Da die beiden Begriffe sich sehr ähneln, kann es hier ab und zu zu einer Verwechslung kommen. Deswegen raten wir, immer genau auf die angebotenen Leistungen zu gucken.

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